Prof. Dr. Philipp Zitzlsperger

 
Prof. Dr. Philipp Zitzlsperger

Philipp Zitzlsperger studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Neuere Geschichte in München und Rom. In seiner Magisterarbeit bearbeitete er das Thema “Die gotischen Skulpturenzyklen der ‘klugen und törichten Jungfrauen’ in Deutschland”. In seiner Dissertation beschäftigt er sich mit der politischen Ikonographie der Papst- und Herrscherporträts des Gianlorenzo Bernini (publiziert bei Hirmer, München 2002). Im Jahr 2007 wurde er an der Humboldt-Universität zu Berlin habilitiert. Die Habilitationsschrift (Titel: Kleider sprechen Bände. Kostümkunde als Methode der Kunstgeschichte erläutert an Beispielen von Crivelli, Dürer, Giorgione, Tizian, Raffael und Bernini) ist eine Reflexion methodischer Möglichkeiten, die durch die interdisziplinäre Kombination von Kunstgeschichte und Kostümgeschichte entstehen. Sie […]

Grabmäler – Tugenden

 

Allgemeines Die vier Kardinaltugenden Temperantia, Prudentia, Fortitudo und Justitia tauchen bereits in der Antike, z.B. bei Aristoteles und Platon, auf. Schon Cicero und Macrobius vermehrten die Anzahl der Tugenden durch ein System der Unterteilung. Sie wurden von Gregor dem Großen (gest. 604) um die spezifisch christlichen Tugenden Spes, Fides und Caritas erweitert. Die italienische Kunst bevorzugte in Malerei und Plastik einen Zyklus aus sieben Tugenden, bestehend aus drei christlichen Tugenden und vier Kardinaltugenden. Unter Einbeziehung der Humilitas (Demut oder Niedrigkeit) in die christlichen Tugenden entstand aber auch eine den Kardinaltugenden entsprechende Vierergruppe. Die Vorstellung vom Kampf der Tugenden gegen die […]