Grabmäler – Tugenden

 

Allgemeines Die vier Kardinaltugenden Temperantia, Prudentia, Fortitudo und Justitia tauchen bereits in der Antike, z.B. bei Aristoteles und Platon, auf. Schon Cicero und Macrobius vermehrten die Anzahl der Tugenden durch ein System der Unterteilung. Sie wurden von Gregor dem Großen (gest. 604) um die spezifisch christlichen Tugenden Spes, Fides und Caritas erweitert. Die italienische Kunst bevorzugte in Malerei und Plastik einen Zyklus aus sieben Tugenden, bestehend aus drei christlichen Tugenden und vier Kardinaltugenden. Unter Einbeziehung der Humilitas (Demut oder Niedrigkeit) in die christlichen Tugenden entstand aber auch eine den Kardinaltugenden entsprechende Vierergruppe. Die Vorstellung vom Kampf der Tugenden gegen die […]

Wissenschaftliche Beiträge

 

P. ZITZLSPERGER (Hg.) Grabmal und Körper – zwischen Repräsentation und Realpräsenz in der Frühen Neuzeit (Tagungsband) kunsttexte.de, Nr. 4, 2010 Artikel: Philipp Zitzlsperger: Einleitung Philipp Zitzlsperger: Formwandel und Körperwanderung in Rom – Vom Kardinalsgrabmal zum Kenotaph Anett Ladegast: Gesichter des Todes – Gesichter des Lebens. Zum Verhältnis von Körper und Porträt an römischen Grabmälern um 1500 Judith Ostermann: Das tote Grabbild eines Regenten und Reformers – Simulacrum des verehrten Körpers Laura Goldenbaum: Der Zeugniswert des Körpers oder anima forma corporis. Der quattrocenteske Bronzegisant des Sieneser Rechtsgelehrten Mariano Sozzini Ruth Slenczka: Bemalte Bronze hinter Glas? – Luthers Grabplatte in Jena 1571 als ’protestantische Reliquie’ Kristin Marek: Erscheinungsweisen bildlicher […]