Grabmäler – Grabmalstypen

 

Humanistengrabmal Wandnischengrabmal, bei dem sich über zwei seitlichen Stützen ein verkröpftes Gebälk mit einer Archivolte erhebt. In die so gerahmte Nische ist der Sarkophag mit Gisant eingestellt. Das Tympanon zeigt typischerweise eine Darstellung der Mutter Gottes mit dem Jesusknaben. Dieser Typus, der vor allem im Quattro- und Cinquecento vorkommt, und seine Bezeichnung gehen auf das Grabmal des florentiner Humanisten Leonardo Bruni in Santa Croce, Florenz von Bernardo Rossellino zurück. Ein Beispiel ist das Grabmal von Cristoforo della Rovere in S. Maria del Popolo. Sfondrato-Typus Nach dem Beispiel des Sfondrato-Grabmals benannter Typus des späten Cinquecento und des Seicento mit dreiachsigem Aufbau, […]

Grabmäler – Geistliche Kleidung

 

Geistliche Kleidung Figürliche Darstellungen der Verstorbenen an den Grabmälern sind vor allem im 15. und beginnenden 16. Jahrhundert in liturgischer, später dann zunehmend in außerliturgischer Kleidung dargestellt. a) Liturgische Kleidung Während sich im Alten Testament genaue Vorschriften über die liturgische Bekleidung finden lassen, sucht man danach im Neuen Testament vergeblich. In der jungen Kirche wurde die übliche Feiertagskleidung auch im Gottesdienst verwendet. Erst ab dem 4. Jahrhundert unterscheidet man zwischen liturgischer und weltlicher Kleidung. Während sich diese nach den Moden richtete, orientierte sich die Sakralkleidung weiter an den ursprünglichen Kleidungsstücken. Aus den altrömischen Kleidungsstücken Tunika und Toga entwickelten sich dann […]